Der Umfang der gesetzlich festgeschriebenen Nachhaltigkeitsberichterstattung ändert sich ständig, und das in einer außerordentlich volatilen Zeit. Allerdings bieten volatile Märkte und Gegebenheiten auch immer Chancen, die eigenen Prozesse zu hinterfragen und zu optimieren. Mit Resphere bieten wir einen Lösungsansatz, mit dem das Abfallmanagement kosteneffizient, einfach und vor allem transparent und schnell erledigt und aufbereitet werden kann. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Kapazitäten, die an anderer Stelle dringend benötigt werden, denn die Kennzahlen können direkt für den Repost verwendet werden.
In diesem Artikel fassen wir alle Pflichten und Herausforderungen zusammen und zeigen anhand einer Checkliste, auf welche Punkte es ankommt und wie diese mithilfe von Resphere schnell und umfassend umgesetzt werden können.
Die europäische Unternehmensberichterstattung verändert sich grundlegend. Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) rückt Nachhaltigkeit aus der freiwilligen Nische in eine gesetzliche Verpflichtung, die große Teile der Industrie betrifft. Auch im Maschinenbau, einer Branche, die traditionell material- und energieintensiv arbeitet und stark von globalen Lieferketten abhängig ist, sind die neuen Regeln natürlich von Bedeutung.
Ein zentraler Bestandteil der CSRD ist der Standard ESRS E5, der die Nutzung von Ressourcen und den Umgang mit Abfällen sowie die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft in Unternehmen regulieren soll. Für Maschinenbauer stellt dieser Standard eine Kombination aus Pflicht, Transparenzanforderung und zugleich auch Chance dar: Wer seine Materialflüsse, Abfallmengen und Produktlebenszyklen detailliert kennt, kann nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, sondern auch Effizienzpotenziale identifizieren und seine Wertschöpfung nachhaltiger ausrichten und somit bares Geld sparen.
Dieser Beitrag erklärt, was ESRS E5 genau verlangt, warum auch der Maschinenbau stark betroffen ist und wie Unternehmen sich mithilfe moderner Nachhaltigkeits-Software auf die neuen Anforderungen vorbereiten können, um Kapazitäten dort einzusetzen, wo sie dringend benötigt werden.
Der Standard ESRS E5 ist Teil der European Sustainability Reporting Standards und bildet die Grundlage für die Berichterstattung über Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Er definiert, welche Informationen Unternehmen offenlegen müssen, um nachvollziehbar darzustellen, wie sie Materialien einsetzen, wie effizient sie damit umgehen und wie sie ihre Prozesse in Richtung Zirkularität entwickeln.
ESRS E5 umfasst sowohl quantitative Kennzahlen – etwa zu Materialverbrauch, Abfallmengen oder Recyclingquoten – als auch qualitative Beschreibungen. Dazu gehören etwa Ansätze zur Reparierbarkeit von Produkten, Strategien für Wiederverwendung und Remanufacturing oder Maßnahmen zur Verlängerung der Produktlebensdauer. Ziel ist nicht nur die Erfassung von Mengen, sondern auch das Verständnis der dahinterstehenden Strukturen und Entscheidungen.
Gerade für Maschinenbauer, deren Produkte über Jahrzehnte im Einsatz sind und oft komplexe Komponenten enthalten, hat ESRS E5 eine besondere Relevanz. Er zwingt Unternehmen dazu, die Frage zu beantworten, wie nachhaltig ihre Produkte und Produktionsprozesse wirklich sind.
Kaum eine andere Industrie ist so vielfältig in ihren Produktionsprozessen wie der Maschinenbau. Unternehmen verarbeiten große Mengen an Metallen und Kunststoffen, beziehen Komponenten aus unterschiedlichsten Ländern und fertigen Baugruppen, die wiederum in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind.
Diese Komplexität führt auch dazu, dass die CSRD Berichterstattung für den Maschinenbau ein zentrales Thema ist, um den Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden gerecht zu werden. Die Branche erzeugt nicht nur erhebliche Material- und Abfallvolumina, sondern ist auch stark von kritischen und teilweise schwer verfügbaren Rohstoffen abhängig. Gleichzeitig verlangt der Markt zunehmend Transparenz: Kunden möchten wissen, wie nachhaltig ein Produkt hergestellt wurde, Banken berücksichtigen ESG-Kriterien in Kreditentscheidungen, und Lieferketten werden im Rahmen weiterer EU-Regulierungen strenger überwacht.
Für Maschinenbauer kann dies bedeuten, dass die Erfüllung der ESRS-E5-Anforderungen weit über die reine Berichtspflicht hinausgehen muss. Der Standard zwingt Unternehmen dazu, Ressourcenströme präzise zu erfassen, Prozesse zu hinterfragen und langfristige Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln. Dabei ist der Einsatz einer spezialisierten Software für Abfallmanagement heute nicht nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit für die auditfähige Datengrundlage.
Die CSRD verlangt, dass Unternehmen systematisch und nachvollziehbar über ihre Ressourcennutzung berichten. ESRS E5 konkretisiert diese Pflicht und legt fest, welche Informationen zwingend offengelegt werden müssen. Damit schafft der Standard eine klare Datenbasis, die Transparenz und Vergleichbarkeit ermöglichen soll.
Zunächst fordert ESRS E5 detaillierte Angaben zum Material- und Ressourceneinsatz. Maschinenbauer müssen darlegen, welche Materialien in welchen Mengen verarbeitet werden, wie hoch der Anteil recycelter Stoffe ist und welche kritischen Rohstoffe eingesetzt werden. Diese Transparenz ist entscheidend, um Ressourceneffizienz messbar zu machen und Risiken zu erkennen.
Typische Berichtspflichten in diesem Abschnitt sind etwa:
Ein weiterer zentraler Bereich betrifft den Umgang mit Abfällen. Unternehmen müssen offenlegen, wie viel Abfall im Produktionsprozess entsteht, wie er klassifiziert wird und welche Entsorgungswege gewählt werden. Dabei geht es nicht nur um die reinen Mengen, sondern auch um die Frage, wie viel wiederverwendet oder recycelt werden kann. Hier spielt die präzise Dokumentation, die eine moderne Entsorgungssoftware leistet, eine entscheidende Rolle für die Compliance.
Hierbei sind Unternehmen verpflichtet anzugeben:
Darüber hinaus verlangt ESRS E5, dass Unternehmen darlegen, welche Strategien zur Kreislaufwirtschaft sie verfolgen. Dazu gehören beispielsweise Reparatur- und Ersatzteilkonzepte, Wiederaufbereitungsverfahren oder Rücknahmeprogramme für Altmaschinen. Diese Angaben sollen zeigen, wie nachhaltig das Produktdesign eines Unternehmens aufgebaut ist.
Abschließend fordert der Standard eine Risiko- und Chancenbewertung sowie das Festlegen messbarer Zielsetzungen, mit denen Unternehmen ihre Fortschritte dokumentieren.
Beispiele hierfür sind:
Damit Nachhaltigkeitsberichte prüfbar und vergleichbar werden, verlangt der Standard die Offenlegung konkreter Kennzahlen. Diese KPIs bilden die Grundlage für die Beurteilung der Ressourceneffizienz eines Unternehmens. Die zentrale, automatisierte Berechnung dieser Kennzahlen ist eine Kernfunktion einer Recycling-Management-Software.
Wichtige Kennzahlen im Maschinenbau sind unter anderem:
Diese Kennzahlen ermöglichen es Unternehmen, Entwicklungen über Jahre hinweg zu verfolgen und Fortschritte sichtbar zu machen. Gleichzeitig fördern sie ein besseres Verständnis betrieblicher Ressourcenkreisläufe – was langfristig zur Identifikation neuer Effizienzpotenziale beiträgt.
Für viele Maschinenbauer ist die Umsetzung der ESRS-E5-Anforderungen eine komplexe Aufgabe. Eine zentrale Schwierigkeit liegt häufig in der Datenverfügbarkeit. Relevante Informationen stammen aus unterschiedlichen internen Systemen, etwa ERP, Produktionssteuerung oder Einkauf, und müssen zunächst zusammengeführt werden.
Auch die Lieferantentransparenz ist ein wiederkehrendes Problem. Angaben zu Materialherkunft, Rezyklatanteilen oder kritischen Rohstoffen sind nicht immer vollständig verfügbar.
Darüber hinaus erschwert die Produktkomplexität des Maschinenbaus die Berichterstattung. Maschinen bestehen aus zahlreichen Komponenten und Baugruppen, die über viele Jahre genutzt werden. Dies macht Lebenszyklusbewertungen anspruchsvoll und erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen.
Zusammengefasst treten in der Praxis häufig folgende Herausforderungen auf:
Die Einführung der CSRD erfolgt schrittweise und betrifft Unternehmen je nach Größe und Kapitalmarktorientierung zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Große Unternehmen müssen erstmals für das Geschäftsjahr 2024 berichten, kleinere große Unternehmen folgen ab 2025. Börsennotierte KMU müssen ab 2026 berichten, können die Pflicht jedoch bis 2028 verschieben.
Der Nachhaltigkeitsbericht wird dabei nicht isoliert veröffentlicht, sondern ist Teil des Lageberichts. Er ist damit ebenso bedeutsam wie der Jahresabschluss und unterliegt einer externen Prüfung durch Wirtschaftsprüfer.
Typische Empfänger und Nutzer des Berichts sind:
Wie lange die Erstellung eines CSRD-konformen Berichts dauert, hängt stark von der vorhandenen Datenlage und internen Struktur ab. Unternehmen, die Daten bisher nicht systematisch erfassen, benötigen häufig mehrere Monate.
Typische Gründe für lange Projektzeiten sind:
Unternehmen, die frühzeitig klare Prozesse etablieren, können den Aufwand jedoch erheblich reduzieren.
Die Erfüllung der komplexen ESRS-E5-Berichtspflichten erfordert eine datenbasierte, zentrale Lösung. Resphere ist speziell dafür konzipiert, die Herausforderungen im Maschinenbau zu adressieren und die CSRD-Compliance zu automatisieren. Als innovative Nachhaltigkeits-Software verschafft Resphere den notwendigen strategischen Überblick:
Um die Anforderungen effizient umzusetzen, ist eine strukturierte Vorgehensweise hilfreich. Eine gute Vorbereitung beginnt mit einer Wesentlichkeitsanalyse, gefolgt von einer systematischen Erfassung der wichtigsten Ressourcen- und Abfallströme.
Im Anschluss daran müssen die quantitativen und qualitativen Inhalte für den Bericht ausgearbeitet und langfristige Ziele formuliert werden. Schließlich gilt es, den Bericht nach den Vorgaben der ESRS aufzubereiten und im Rahmen des Jahresabschlusses zu veröffentlichen.
Eine kompakte Übersicht der wichtigsten Schritte lautet:
Strategische Vorbereitung
Datenerfassung
Berichtsinhalte erstellen
Abschluss und Veröffentlichung
Mit ESRS E5 und der CSRD wird Nachhaltigkeit zu einem strategischen Zukunftsthema im Maschinenbau. Neben den Pflichten bietet der Report auch Chancen in Bezug auf finanzielle Optimierung, mehr Transparenz und effiziente Ressourcennutzung. So werden Fortschritte messbar. Gleichzeitig stellen sie Unternehmen vor organisatorische und datenbasierte Herausforderungen, die frühzeitig angegangen werden sollten.
Wer jetzt beginnt, seine Prozesse strukturiert auszurichten, gewinnt nicht nur Sicherheit im Reporting, sondern stärkt auch seine Wettbewerbsfähigkeit in einem sich wandelnden industriellen Umfeld.